Ein Kupfertopf verteilt die Wärme gleichzeitig über Boden und Wände, deshalb brennt nichts an der einen Stelle an, während es an der anderen noch roh ist. Das macht ihn zur Wahl für lang gegarte Gerichte, Eintöpfe und Marmelade. Konfitürenköche greifen seit jeher zu Kupfer, weil der Zucker am Topfrand nicht verbrennt und das Pektin gleichmäßig arbeitet. Alle Innenflächen sind verzinnt.
Die Wandstärke liegt bei 1,5 bis 2 mm, bei großen Kesseln auch darüber. Ein Topf von vier Litern wiegt so etwa zwei Kilogramm ohne Deckel. Dieses Gewicht arbeitet für Sie: Die gespeicherte Wärme trägt das Gericht durch die Zeit, in der Sie den Deckel zum Umrühren abnehmen.
Zwei bis drei Liter reichen für zwei bis drei Personen. Vier bis sechs Liter sind die Größe für eine Familie, und alles darüber gehört in die Sommerküche, zum Einkochen oder zur Festtafel. Schmortöpfe gibt es von 500 ml als Einzelportion bis drei Liter zum gemeinsamen Servieren aus dem Topf. Ein passgenauer Deckel hält den Dampf und verkürzt die Garzeit spürbar; ob ein Deckel dabei ist, steht auf der Produktseite.
Auf Gas, Elektro und Ceran arbeitet der Topf ohne Einschränkung, auf Induktion nur mit eingearbeitetem magnetischem Boden, denn Kupfer selbst ist nicht magnetisch. Im Backofen bleiben Sie unter 200 °C: Zinn wird bei etwa 230 °C weich, und ein überhitzter Topf muss neu verzinnt werden. Grillfunktion und Oberhitze direkt über dem Rand sind deshalb keine gute Idee.
Griffe aus Messing oder Guss werden am Herd heiß und verlangen ein Tuch, Holzgriffe bleiben greifbar, vertragen aber keinen Backofen. Welche Ausführung ein Topf hat, entscheidet also mit darüber, wie Sie ihn einsetzen können.
Für Konfitüre nimmt man einen weiten, flachen Kupfertopf, damit das Wasser schnell verdampft. Vier Kilogramm Früchte brauchen etwa neun Liter Volumen, denn die Masse steigt beim Kochen stark auf. In Kupfer erreicht der Ansatz die Geliertemperatur gleichmäßig und Sie müssen weniger rühren. Für saure Früchte verwenden Sie ausschließlich verzinnte Töpfe; die alten unverzinnten Konfitürenkessel gehören in die Vitrine, nicht in die Küche.
Den Topf nie leer erhitzen, auch nicht zum Vorwärmen. Metalllöffel zerkratzen die Zinnschicht, verwenden Sie Holz oder Silikon. Keine Stahlwolle, keine Spülmaschine: von Hand spülen und sofort abtrocknen. Angebranntes weicht man mit warmem Wasser ein, statt es abzukratzen. Wird die Zinnschicht nach Jahren dünn, lässt sich der Topf neu verzinnen und läuft weitere Jahrzehnte.

Wo Kupfer wirklich etwas ändert und wo es hinausgeworfenes Geld ist. Von der Marmelade bis zum Reis, samt allem, was der Zinnschicht schadet.
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