Diese Kategorie umfasst Servierteller, Schiffchenschalen, Etageren, Nussschalen und Meze-Sets. Jedes Stück wird aus einem einzigen Kupferblech gehämmert, alle Flächen mit Lebensmittelkontakt sind verzinnt. Die Zinnschicht verhindert den direkten Kontakt zwischen Kupfer und Speisen; sie ist der Grund, warum auch eingelegtes Gemüse oder ein Salat mit Zitrone auf einem Kupferteller unbedenklich bleiben, solange nichts über Stunden darauf steht.
Wir treiben Teller aus Blech von etwa 1 mm. Ein Servierteller von 30 cm wiegt dadurch rund 600 bis 800 Gramm und bleibt formstabil, wenn man ihn beladen durch den Raum trägt. Dünneres Material wäre leichter, würde am Rand aber wellig werden, sobald jemand den Teller an einer Seite anhebt.
Etageren mit zwei oder drei Ebenen sparen Fläche, wenn viele kleine Schalen gleichzeitig auf den Tisch sollen. Bei den Schiffchenschalen ist die längliche Form gewollt: Sie nimmt eine Portion Baklava oder Bulgursalat auf, ohne dass am Rand etwas herunterrutscht.
Die Motive entstehen mit Punze und Hammer. Der Meister setzt jeden Schlag einzeln, weshalb sich die Ranken auf zwei Tellern derselben Serie nie exakt decken. Fährt man mit dem Finger über den Rand, spürt man die Vertiefungen deutlich. Bei bedruckter Ware wäre die Fläche glatt, und genau daran erkennt man den Unterschied im Laden.
Legen Sie beim Stapeln ein weiches Tuch oder ein Blatt Küchenpapier zwischen die Teller. Kupfer ist weicher als Steingut, und die Kante eines Tellers zeichnet sich mit der Zeit auf der Fläche des darunterliegenden ab, wenn zehn Stück ungeschützt im Schrank stehen. Wer nur zu Festtagen auftischt, wickelt die großen Platten in Baumwolle; im geschlossenen Schrank laufen sie dann über Monate kaum an.
Warme Speisen sind unproblematisch, doch es sind Servierstücke: nie auf offene Flamme, nicht in den Backofen und nicht in die Mikrowelle. Saures wie Zitrone, Essig oder Eingelegtes nicht über Stunden darauf stehen lassen. Von Hand mit warmem Wasser spülen und sofort abtrocknen, nass liegen gelassenes Kupfer fleckt. Die dunkle Patina außen lässt sich mit Kupferpolitur wieder aufhellen; auf die verzinnte Innenfläche gehört keine Politur, dort genügt Seifenwasser.

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